Der Stellenwert des Pferdes beim Heilpädagogischen Reiten

Das Pferd hat einen ganz besonderen Vorteil im Gegensatz zu anderen Medien: Es lebt, und übt daher, im Unterschied zu unbelebten Materialien, einen besonderen Reiz aus.

„Das Pferd vermittelt seine Beziehungsinhalte in Zuwendung und Abgrenzung durch seine Eindeutigkeit und Offenheit. Den Zuwendungen entsprechen menschliche Beziehungsinhalte wie Anerkennung, Akzeptanz, Wertschätzung und Zugehörigkeit. Sie umfassen die Blickkontakte, die Körperkontakte, die Wärme, die Dienstbereitschaft und die Hilfsbedürftigkeit“ nach M. Gäng. Somit bietet das Pferd beim HPR sehr viele Möglichkeiten, die auch außerhalb des Reitens liegen.

Ein ausgebildetes Therapiepferd ist in seinem Verhalten weitgehend konstant. Dennoch reagiert es artgerecht auf falsche Behandlung und fordert den Klienten zu reagieren und zu handeln auf. Dadurch ist eine Verhaltensänderung auf nicht-direktivem Wege möglich, da das Pferd die Aufgabe der Verhaltenskorrektur übernimmt. Der Reitpädagoge übernimmt die Aufgabe des Vermittlers zwischen Mensch und Pferd.



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